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Candelaria: Ein Straßenfest in La Puebla,
dem nächstgelegenen Ort von der Cerrillares aus. An den Straßenkreuzungen
im Ort werden riesige Feuer aufgeschichtet, die Anwohner der jeweiligen
Straßen bereiten typische „Tapas“, Bier, Sherry oder Wein werden
den Besuchern gereicht. In der Nacht werden die Tapas sowie die Feuer
von einer örtlichen Kommission bewertet und die Gewinner erhalten einen
kleinen Zuschuss zu ihren Bemühungen. Das ganze Dorf hat seinen Spaß
und die Veranstaltung zieht sich bis in die frühen Morgenstunden. Da
wir im Ort sehr gut bekannt sind, kommen wir an keinem Feuer vorbei,
ohne uns nicht kurz mit den Anwohner zu unterhalten um dann weiter zu
ziehen.
Feria de las Cruzes: In Cordoba gibt eine Vielzahl von kleinen Platzen in der Altstadt, die zu dieser Fiesta geschmückt werden. Von einem zentralen Feriaplatz schlendert man durch die Gassen der Altstadt von Platz zu Platz, man wird zu Tapas und Wein eingeladen, die hübschen Cordobeserinnen tanzen und singen den ganzen Tag, bis spät in die Nacht.
Das
Ereignis beginnt mit an einem Sonntag im April mit der weltweit größten
Kutschenparade in der Stierkampfarena. Es werden Kutschen aus allen
Jahrhunderten präsentiert. Einspänner, Tandem, Zweispänner Einhorn,
Vierspänner, Media Potencia alle erdenklichen Anspannungen sind zu
sehen. Anschließend fahren die Kutschen durch die Stadt auf das
Feriagelände um inoffiziell die Veranstaltung zu eröffnen. An
den Feriatagen geht man entweder ab 12 Uhr morgens auf die Feria, kann
dort eine Vielzahl von Reitern, Kutschen und „Gitanas“ in ihren
Flamencokleidern bewundern. Zum Essen verabredet man sich gegen 3 Uhr in
einer Caseta, von wo aus man die nun immer mehr werdenden Reiter und
Kutschen gemütlich beobachten kann. Gegen 17 Uhr kommt man auf den
Feriastraßen kaum noch durch, so viele Menschen, Pferde und Kutschen
versuchen sich ihren Weg zu bahnen. Nun ist es Zeit, nach Hause zu
gehen. An einem
anderen Tag geht man spät abends in der Stadt essen, um dann gegen 1
Uhr nachts durch die Feria zu bummeln und dort den Abend tanzend und
plaudernd in den Casetas zu verbringen. In der Nacht gibt es keine
Pferde oder Kutschen auf der Feria. Wir organisieren während der Feria auf Wunsch zwei Besuche, zu denen wir mit einem Kleinbus gebracht werden.
Romería del Rocío:
Dies ist eine ganz besondere
Wallfahrt, bei der die Heilige Jungfrau “Blanca Paloma” jedes Jahr
von Hunderttausenden Menschen und Pferden zu Pfingsten gehuldigt wird.
Viele Vereine ( Hermandades ) ziehen von den umliegenden Regionen
tagelang zu Pferde oder zu Fuß über alte Viehtriebwege Richtung
Marismas, dem Delta des Guadalquivir. Auf den Wegen machen die einzelnen
Gruppen jedes Jahr an der selben Stelle mitten auf den Feldern und in
den Wäldern der Marismas halt. Hier wird zunächst der Staub des Tages
abgewaschen, anschließend getanzt und viel gesungen. Am nächsten
Morgen geht es um 7 Uhr weiter, bis der Weg nach 12 – 14 Tagen in dem
Örtchen El Rocío endet, wo am Pfingstsonntag die Heilige unter
ausgelassener Begeisterung der ca. 500.000 Teilnehmer aus der
Wallfahrtskirche herausgetragen wird.
Saca de las
Yeguas:
Die Marismas, Deltagebiet des
Guadalquivir, gehört zum Kreis Almonte in der Provinz Huelva. Von dem
kleinen Ort El Rocío, ein Dorf, wo es keinen Asphalt sondern nur
Sandstrassen gibt, erstrecken sich die Feuchtgebiete bis zum Atlantik.
In diesem Naturschutzgebiet leben ca. 2500 Pferde in freier Wildbahn. Einmal im Jahr werden sie von Ihren ca. 500 Besitzern zusammengetrieben, um die Jungpferde zu kennzeichnen und möglicherweise zu verkaufen. Die Reiter gehen am Vorabend bereits in das Naturschutzgebiet, in das sonst weiter niemand hinein darf. Früh morgens suchen sie die wildlebenden Herden auf, die in dem riesigen Gebiet weit verstreut sind. Die ca. 500 Reiter treiben die gesamte Herde von ca. 2500 Pferden nun nach El Rocío, wo die Herde von einer Vielzahl von Besucher erwartet wird. Es ist ein
unvorstellbares Bild, wenn eine so große Herde durch die Sandstrassen
des Ortes galoppieren. An der Wallfahrtskirche der „Blanca Paloma“
machen sie gegen 12 Uhr ihren ersten Halt. Es werden Gebete gesprochen,
die Herde wird gesegnet. Nach ca. 2
Stunden geht es weiter zu einem außerhalb des Ortes gelegenen
Rastplatz, wo die Tiere mit Wasser und Futter versorgt werden. Zu den
ca. 500 Pferdebesitzern, die fast alle bei diesem Pferdetrieb reitend
mithelfen, kommen nun noch eine Reihe von freiwilligen Reiterhelfern und
Versorgungsfahrzeuge hinzu. Nach der Stärkung machen sich die Reiter
mit ihrer Herde auf den 20 km langen Weg über herrliche Sandwege nach
Almonte, wo die Feria bereits in vollem Gange ist. Kurz vor dem Ort,
wird nocheinmal Rast gemacht, um die Herde wieder in kleine Gruppen
aufzuteilen. Diese werden dann mitten durch Almonte, an Tausenden
Besuchern vorbei, durch das Feriagelände bis zu einer großen Weide
getrieben, wo bis spät in die Nacht die vielen Gruppen von 50 – 80
Pferden eintreffen. Sie erhalten Wasser und Futter und können sich nun
erst einmal sammeln. Stuten suchen wiehernd nach ihren Fohlen, die natürlichen
Herdenverbände finden in dieser Nacht wieder zusammen. Am nächsten
Morgen werden die Herden in vorbereitete Korrals gebracht, wo dann die
Besitzer versuchen, die Pferde „ihres
Brandzeichens“ wiederzufinden. Die dauert fast den ganzen Tag und es
scheint ein völliges Drunter und Drüber zu herrschen. Am
darauffolgenden Tag sind jedoch die Pferde „sortiert“ und nun
beginnt das alljährliche Ritual des Fohlenbrennens. Bei dieser
Gelegenheit werden die meisten Fohlen an Interessenten verkauft,
untersucht und verladen. Es geht zu wie im Wilden Westen. Ein Spektakel,
was nicht nur für Reiter ungemein interessant ist. Rennwoche in
Sanlucar:
Dieser Ort ist berühmt
für seinen „Manzanilla“, ein leichter Sherry, der den Weinen aus
Jerez an nichts nachsteht. Der Ort befindet sich an der Mündung des
Barameida, ein Fluss, der aus den Marismas kommt. Die langen Sandstrände
sowohl am Fluss wie am Atlantik laden zu einer außergewöhnlichen
Veranstaltung ein: Zwei Rennwochen für englische Vollblutpferde. Es
finden täglich, je nach Stand der Flut des Meeres mehrere Rennen
entlang des Strandes statt, bei denen gewettet werden kann. Die
Zuschauer stehen rechts und links der Rennpiste, zwischen den Rennen ist
der Strand wieder frei. Mehrere kleine Strandbars und Restaurants geben
Zeit zu sehen und gesehen zu werden. Vollmondritte: Zu den Tagen des Vollmondes, sofern es der Himmel zulässt, reiten wir auf den Wegen von Los Cerrillares zu einem romantischen Aussichtspunkt mit Blick auf den Stausee, wo wir den Mondschein bei einem Gläschen Fino und einer kleinen Tapa genießen. Auch Nichtreiter sind eingeladen, hieran mit einem Spaziergang durch die andalusische Nacht teilzunehmen. |